Projektfinanzierung Immobilien

Whole Loans werden immer beliebter und stehen der wachsenden Komplexität alternativer Finanzierungsmodelle entgegen. Damit bieten sie eine klassische Alternative zur Bankfinanzierung - und es ergeben sich neue Chancen für kleinere und mittelständische Projektentwickler...
Bei der Umsetzung des Pandemie-Notfall-Programms PEPP tritt die EZB weiter kräftig aufs Gaspedal: Sie setzt die Anleihekäufe im Rekordtempo fort und hält damit an demim März beschlossenen Kurs fest. Damit will sie einen Anstieg der Zinsen der Staatsanleihen der Euro-Länder verhindern und für weiterhin günstige Finanzierungsbedingungen sorgen. Was bedeutet das für die Entwicklung der Baufinanzierungskonditionen und wie sind die weiteren Aussichten? Ein Kommentar von Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG.
Projektentwicklung nach Plan und mit attraktiven Renditen ist schwieriger geworden. Rezession, Corona-Krise und eine zunehmende Marktregulierung erschweren die Arbeit. Andererseits wachsen die Chancen bei alternativen Finanzierungsformen.
Auf ihrer Sit­zung am 29. Okto­ber 2020 hat die EZB nichts Wesent­li­ches ent­schie­den. Das ist kei­ne Über­ra­schung – denn was soll sie auch tun? Schon lan­ge for­dert sie von der Fis­kal­po­li­tik mehr Ein­satz. Der ist zwar da, aber die Gel­der wer­den nur sehr lang­sam abge­ru­fen, noch lang­sa­mer als erwar­tet, weil die viel­fa­chen Regu­la­ri­en für die Ver­ga­ben hoch kom­plex sind.
Die Bau- und Immo­bi­li­en­wirt­schaft ist trotz Coro­na-Kri­se bis­lang sta­bil geblie­ben. Die meis­ten Bau­vor­ha­ben konn­ten fort­ge­führt wer­den. Doch was ist die Bilanz zur „Halb­zeit 2020“ für Markt­teil­neh­mer und Pro­jek­te – und was bahnt sich in den nächs­ten Mona­ten an? Fest­steht: Vie­le Pro­jek­te konn­ten zuletzt auf­grund extrem lang­wie­ri­ger Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren nicht star­ten oder wur­den aus Vor­sicht um eini­ge Mona­te hin­aus­ge­scho­ben.
Pro­jekt­ent­wick­lung / Bau­wirt­schaft: Die Absen­kung der Umsatz­steu­er ab dem 1. Juli eröff­net neue Per­spek­ti­ven für die Abrech­nung von (Teil-) Leis­tun­gen durch die Steu­er­satz­än­de­rung. Für sämt­li­che Umsät­ze, die bis zum 30.6.2020 bewirkt wer­den, gilt der bis­he­ri­ge Regel­steu­er­satz von 19%; auf getä­tig­te Umsät­ze im Zeit­raum vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 gilt der redu­zier­te Steu­er­satz von 16%. Ab dem 1.1.2021 soll wie­der der bis­he­ri­ge Steu­er­satz von 19% zur Anwen­dung kom­men.
Stei­gen­de Büro­mie­ten und die hohe Flä­chen­nach­fra­ge stei­gern bei Eigen­tü­mern und Asset Mana­gern die Ver­su­chung, Mie­ter­wech­sel anzu­stre­ben. Denn auf dem Papier las­sen die aktu­el­len Ver­trags­ab­schlüs­se der Mak­ler auf eine deut­li­che Ver­bes­se­rung der Ein­nah­me- und Ertrags­si­tua­ti­on schlie­ßen: Wo frü­her bei Neu­ver­mie­tun­gen um die 20 Euro je Qua­drat­me­ter gezahlt wur­den, lie­ßen sich heu­te leicht 20 oder 30 Pro­zent mehr errei­chen. Die höhe­ren Anfor­de­run­gen des Mie­ters an die tech­ni­sche Aus­stat­tung, bei­spiels­wei­se an Küh­lung, IT Aus­stat­tung, Ver­ka­be­lung oder Schall­schutz schei­nen dabei kaum ins Gewicht zu fal­len.
Güns­ti­ge Bank­kre­di­te bil­den die Basis des flo­rie­ren­den deut­schen Immo­bi­li­en­markts. Ergän­zend dazu kön­nen sich Inves­to­ren mit Misch­for­men aus Eigen- und Fremd­ka­pi­tal noch mehr Fle­xi­bi­li­tät ver­schaf­fen – zum Bei­spiel durch Crowd­fun­ding und Mez­za­ni­ne-Kapi­tal.