Das Wettbewerbsverfahren zur Neubebauung des Matthäus-Areals in Frankfurt am Main ist abgeschlossen. Die Projektentwicklungsgesellschaft Becken, der Evangelische Regionalverband Frankfurt und Offenbach sowie die Stadt Frankfurt führten das Verfahren gemeinsam durch. Den Zuschlag erhielt der Entwurf des Architekturbüros Meixner Schlüter Wendt. Auf dem rund 3.100 m² großen Areal an der Friedrich-Ebert-Anlage 33 und der Hohenstaufenstraße 30 ist ein Ensemble aus Hochhaus und Kirche vorgesehen.
Die Planung umfasst eine Mischnutzung mit Büroflächen sowie Wohnungen, darunter 30 Prozent geförderter und 15 Prozent innovativer Wohnraum. Die bestehende Matthäuskirche soll durch einen Neubau ersetzt werden.
Das ausgewählte Konzept sieht neben Wohn- und Büroflächen auch kirchliche Nutzungen vor. Im Erdgeschoss sind Zugänge zu Kirche, Foyer und Gastronomie um einen zentralen Platz gruppiert. Geplant ist zudem ein Raum der Andacht im oberen Bereich des Hochhauses. Das Projekt verbindet städtebauliche, soziale und religiöse Funktionen in einem gemeinsamen Bauvorhaben.
Das Wettbewerbsverfahren war im Dezember 2023 mit einer ersten Phase gestartet, an der 15 internationale Architekturbüros teilnahmen. Nach einer Jurysitzung im März 2024 folgte eine zweite Runde mit zehn Büros. Im Juli 2024 prämierte das Preisgericht zwei zweite und zwei dritte Plätze, ohne einen ersten Rang zu vergeben. Die zweitplatzierten Büros, darunter Meixner Schlüter Wendt, wurden zur Überarbeitung ihrer Entwürfe eingeladen. Diese Workshopphase wurde im Mai 2025 abgeschlossen. Die finalen Entwürfe werden ab dem 3. Juni 2025 im Stadtplanungsamt Frankfurt öffentlich ausgestellt.