Zechwald-Areal Lindau: s+s gewinnt Architektenwettbewerb

© Rhomberg Bau
Wie in dieser Visualisierung stellen sich die Gewinner des Architektenwettbewerbs den zukünftigen Blick von der Bregenzer Straße aus auf das Zechwald-Areal vor.

Der Sieger des Architektenwettbewerbs zur Zukunft des Lindauer Zechwald-Areals ist das Frankfurter Architekturbüro schneider+schumacher, das gemeinsam mit Carla Lo Landschaftsarchitektur aus Wien den erstplatzierten Entwurf eingereicht hat. Das Ergebnis wurde bei der offiziellen Preisverleihung auf dem Areal bekanntgegeben. Zwölf Architekturbüros hatten am Wettbewerb teilgenommen. Die Entwürfe aller Teilnehmer sind bis zum 24. Juli öffentlich ausgestellt.

Der Entwurf sieht ein durchgrüntes, autofreies Stadtquartier mit über 50.000 m² Bruttogeschossfläche, rund 300 Wohneinheiten und etwa 12.000 m² Gewerbeflächen vor. Entlang der Bregenzer Straße sollen drei vier- bis siebengeschossige Gebäude entstehen, die u.a. einen Mobility Hub, Gewerbe, Büros, ein Ärztehaus und ein Boarding House aufnehmen. Fünf weitere Gebäudeblöcke mit Wohnnutzung, Gastronomie, Gemeinschaftsflächen und einer Kita schließen rückwärtig an. Im Osten ist eine Verbindung zum Kopernikusplatz vorgesehen, die Leiblachstraße soll als Spielstraße integriert werden.

Der Entwurf sieht Holz-Hybrid-Konstruktionen im Systembau vor und integriert Low-Tech-Ansätze. Geplant sind PV-Anlagen, Nahwärme auf Basis regenerativer Energiequellen, zentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowie Maßnahmen zur Klimaanpassung. Das Quartier soll weitgehend CO₂-neutral versorgt werden. In der nächsten Phase wird der vorgelegte Entwurf gemeinsam mit dem Planungsteam weiterentwickelt. Ein Baustart ist für das Jahr 2028 anvisiert.