Jena: Zeiss feiert Richtfest für neuen Hightech-Campus

© Architekturbüro Nething

Am 13. Mai 2025 fand in Jena das Richtfest für den neuen Hightech-Standort von ZEISS statt. Auf einem rund 80.000 m² großen Teil des ehemaligen Schott-Areals entsteht bis Ende 2026 ein Unternehmenscampus mit einer Bruttogeschossfläche von 118.000 m². Bauherr ist die Zeiss-Gruppe, die Planung verantwortet das Architekturbüro Nething. Der Standort soll künftig über 2.000 Arbeitsplätze bieten und die regionale Bedeutung Jenas als Technologie- und Wissenschaftsstandort weiter stärken. Unterstützt wird das Vorhaben von der Stadt Jena und dem Freistaat Thüringen.

Das architektonische Konzept berücksichtigt die topografischen Gegebenheiten des Geländes mit einem Höhenunterschied von rund 20 Metern. Zwei Sockelgeschosse mit Produktionsbereichen folgen dem natürlichen Verlauf des Geländes und öffnen sich zur Bahntrasse hin. Darüber sind fünf Baukörper angeordnet, die durch ein zentrales Atrium verbunden sind. Drei lichtdurchflutete Innenhöfe verbinden die unteren mit den oberen Ebenen, in denen Verwaltung und Forschung untergebracht sind. Rund 25.000 m² Grünfläche gehören zum Areal. Die Erschließung erfolgt unter anderem über die neu angelegte Carl-Zeiss-Promenade.

Gestalterisch ist der Gebäudekomplex durch prismatische Formen, großzügige Verglasungen und transparente Übergänge geprägt. Die Architektur soll Offenheit und Vernetzung fördern und zugleich die verschiedenen Nutzungsbereiche – Produktion, Forschung, Verwaltung – funktional miteinander verbinden. Ziel ist es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu stärken und Synergien zwischen den Geschäftsbereichen von ZEISS sowie mit externen Partnern zu ermöglichen.