Mit der Übergabe der Baugenehmigung für die sogenannte „Umgedrehte Kommode“ ist heute ein wichtiger Schritt für eines der bekanntesten Bauwerke in Bremen getan worden. Nach vielen Jahren des Stillstands gibt es nun eine klare Perspektive für den denkmalgeschützten Wasserturm auf dem Stadtwerder. Die Baugenehmigung gehört zu den ersten in Bremen, bei denen die neuen, erleichterten Genehmigungsmöglichkeiten nach der Änderung des Baugesetzbuches angewendet wurden, wodurch Befreiungen vom Bebauungsplan erteilt werden konnten und die Genehmigung noch in diesem Jahr ohne ein langwieriges Änderungsverfahren möglich wurde.
Geplant sind 28 Wohnungen im Wasserturm selbst. Ergänzt wird das Projekt durch Flächen im Erd- und Untergeschoss, welche teils öffentlich genutzt werden sollen, sowie durch Büroflächen im benachbarten Kesselhaus und gastronomischer Nutzung im Außenbereich im sogenannten Brunnenhaus. Die Baugenehmigung konnte in nur vier Monaten erteilt werden. Vorausgegangen war ein zweiphasiger Hochbauwettbewerb, der im vergangenen Jahr entschieden wurde und den das Bremer Büro WESTPHAL ARCHITEKTEN BDA gewann. Die Wohnungsgrundrisse liegen zwischen 50 und 250 m².
An dem Pressetermin am 19.12. nahmen neben Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Özlem Ünsal, auch Prof. Dr. Iris Reuther, Senatsbaudirektorin der Freien Hansestadt Bremen, Amer Sandawi und Wolfgang Weber als Vertreter der Eigentümerin, Architekt Jost Westphal sowie Jens Lütjen, geschäftsführender Gesellschafter der Robert C. Spies Gruppe, teil. Die „Umgedrehte Kommode“ steht für eine lange Geschichte und für die Fähigkeit, neue Wege zu gehen, wobei das Ergebnis zeigt, dass bei gemeinsamer Zusammenarbeit von Stadt, Denkmalpflege, Eigentümer und Planung auch komplexe Projekte umgesetzt werden können.