Berlin-Mitte: Baugenehmigung für Modernisierung des Mosse-Gebäudes erteilt

© Moriet & Brro
Das denkmalgeschützte Mosse-Haus in Berlin-Mitte, wie es nach der Modernisierung aussehen soll.

Der nächste Meilenstein für das historische Mosse-Gebäude im Berliner Zeitungsviertel ist erreicht: Das Bezirksamt Berlin-Mitte hat die Baugenehmigung für die umfassende Modernisierung erteilt. Das denkmalgeschützte Gebäude in der Schützenstraße 25, benannt nach dem Verleger Rudolf Mosse, soll in den kommenden Jahren auf rund 20.000 m² zu nachhaltigen, flexiblen Büroflächen umgebaut werden. Der Baustart soll in Kürze erfolgen.

Das historische Objekt in Berlin-Mitte umfasst insgesamt 38.000 m². Projektverantwortlich sind die Immobiliengesellschaften Henderson Park und Stoke Park Capital. Erste neue Mieter sollen 2026 einziehen, während einige Bestandsmieter im Objekt verbleiben. Geplant ist eine tiefgreifende Umgestaltung mit moderner Technik, hohen Nachhaltigkeitsstandards und im Design des Architekturbüros Axthelm Rolvien.

Neben der Erhaltung der denkmalgeschützten Fassade sollen begrünte Innenhöfe, Dachterrassen und Gemeinschaftsbereiche entstehen. Technisch wird das Gebäude unter anderem mit einem intelligenten Heiz- und Kühlsystem auf Fernwärmebasis, einem Regenwassermanagement sowie energieeffizienter Be- und Entlüftung ausgestattet sein. Auch eine smarte Gebäudesteuerung ist Teil des Konzepts.

Das Projekt strebt hohe Nachhaltigkeitsstandards an: Zertifizierungen nach LEED Platinum, Zero Energy Certification und Wired Score Platinum sind vorgesehen. Zusätzlich wird der CO₂-Fußabdruck des Gebäudes im Rahmen des CRREM-Modells erfasst und gemanagt. Ziel der Projektentwickler ist es, dem Gebäude nicht nur eine moderne Nutzungsperspektive zu geben, sondern auch seine historische Identität zu bewahren.