Der geplan­te Ber­li­ner Mie­ten­de­ckel ist ver­fas­sungs­wid­rig. Zu die­ser Ein­schät­zung kommt ein vom GdW beauf­trag­tes Gut­ach­ten, aus dem Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe zitie­ren. Autor ist Hans-Jür­gen Papier, der von 2002 bis 2010 als Prä­si­dent des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts amtier­te. Er spricht in sei­nem Gut­ach­ten den Bun­des­län­dern die Gesetz­ge­bungs­kom­pe­tenz für den Mie­ten­de­ckel ab. Sozia­les Miet­recht sei eine Sache des Bür­ger­li­chen Gesetz­bu­ches (BGB), für das der Bund zustän­dig ist. Die Ber­li­ner Lan­des­re­gie­rung argu­men­tier­te bis­her, dass seit der Föde­ra­lis­mus­re­form Ange­le­gen­hei­ten des Woh­nungs­we­sens Län­der­sa­che sei­en. Woh­nungs­miet­recht und Miet­preis­recht sei­en aber davon aus­ge­nom­men, schreibt Papier nun. Das Land Ber­lin plant, nach Bau­al­ters­klas­sen gestaf­felt den Ver­mie­tern Höchst­mie­ten vor­zu­ge­ben und Miet­erhö­hun­gen für die nächs­ten Jah­re zu ver­bie­ten.

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