Sie­mens hat die Fir­ma ZECH Buil­ding GmbH, einer Toch­ter der Zech Group GmbH, aus Bre­men als Gene­ral­un­ter­neh­mer für das zwei­te Modul des Sie­mens Cam­pus Erlan­gen beauf­tragt. Aus­schlag­ge­bend war dabei unter ande­rem, dass die Sys­tem­spar­te von ZECH die Gebäu­de in fort­schritt­li­cher Holz­hy­brid-Bau­wei­se erstel­len wird, einem der der­zeit nach­hal­tigs­ten und inno­va­tivs­ten Bau­ver­fah­ren. Damit unter­streicht Sie­mens ein­mal mehr sei­nen Anspruch, in Erlan­gen einen Cam­pus zu errich­ten – vom Bau bis zu sei­ner spä­te­ren Bestim­mung. Wesent­li­cher Bestand­teil von Modul 2, in dem die Abriss­ar­bei­ten des Alt­be­stands bereits begon­nen haben, wird ein reprä­sen­ta­ti­ves Emp­fangs­ge­bäu­de als zukünf­ti­ge zen­tra­le Anlauf­stel­le für Sie­mens in der Stadt und Metro­pol­re­gi­on.

Mit dem Sie­mens Cam­pus Erlan­gen wan­delt sich das der­zeit noch geschlos­se­ne For­schungs­ge­län­de im Süden der Stadt Zug um Zug in einen neu­en, offe­nen und leben­di­gen Stadt­teil. Das Groß­pro­jekt auf einer Flä­che von 75 Fuß­ball­fel­dern wird in meh­re­ren Modu­len rea­li­siert. Der­zeit läuft bereits der Innen­aus­bau in den ers­ten fer­ti­gen Gebäu­den im 100.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen ers­ten Modul. Par­al­lel dazu hat Sie­mens nun die Fir­ma ZECH als Gene­ral­un­ter­neh­mer für das zwei­te Modul beauf­tragt. Auf einer Gesamt­flä­che von rund 80.000 Qua­drat­me­tern wer­den hier in den kom­men­den Jah­ren ins­ge­samt vier wei­te­re Büro­ge­bäu­de, drei Park­häu­ser und das neue zen­tra­le Emp­fangs­ge­bäu­de ent­ste­hen.

Zuerst digi­tal, dann real

Das Beson­de­re dar­an: Sämt­li­che Büro­ge­bäu­de in Modul 2 wer­den in inno­va­ti­ver Holz­hy­brid-Bau­wei­se von CREE by ZECH ent­ste­hen. Dabei wer­den tra­gen­de Ele­men­te aus Stahl­be­ton vor­ge­fer­tigt, der Groß­teil jedoch aus Holz­ele­men­ten gebaut. Dazu wird bereits vor Bau­start ein soge­nann­ter Digi­ta­ler Zwil­ling der Gebäu­de erstellt. Die­ses auch BIM (Buil­ding Infor­ma­ti­on Mode­ling) genann­te Ver­fah­ren ermög­licht bei Holz­hy­brid-Gebäu­den eine weit­ge­hen­de indus­tri­el­le Vor­fer­ti­gung der oft­mals stan­dar­di­sier­ten Bau­ele­men­te. Das Resul­tat: Die Bau­zeit ver­kürzt sich ins­ge­samt und rund ein Fünf­tel.
„Mit der Erstel­lung des zwei­ten Cam­pus-Moduls in Holz­hy­brid-Bau­wei­se bele­gen wir ein­mal mehr unse­ren Ruf als Inno­va­ti­ons­trei­ber der Bran­che“, freut sich Zsolt Sluit­ner, Bau­herr und CEO von Sie­mens Real Esta­te, dem Immo­bi­li­en­un­ter­neh­men des Kon­zerns. „Es ist das der­zeit größ­te deut­sche Bau­pro­jekt und selbst welt­weit eines der ers­ten, die so rea­li­siert wer­den. Das unter­streicht den hohen Nach­hal­tig­keits­an­spruch, den wir von Beginn an den Cam­pus als ers­ten CO2-neu­tral betrie­be­nen Sie­mens-Stand­ort welt­weit gestellt haben, denn Holz­hy­brid-Gebäu­de sind über Ihren gesam­ten Lebens­zy­klus beson­ders umwelt­freund­lich.“

Das betont auch Kurt Zech, Geschäfts­füh­rer der ZECH Buil­ding GmbH sowie geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der Zech Group GmbH: „Es freut uns sehr und wir sind stolz dar­auf, dass wir den nächs­ten und zukunfts­wei­sen­den Bau­ab­schnitt des Sie­mens Cam­pus Erlan­gen rea­li­sie­ren dür­fen. Ins­be­son­de­re rich­tungs­wei­send in der sys­te­mi­schen CREE by ZECH Holz­hy­brid­mo­dul­bau­wei­se, die ohne Nach­tei­le zur kon­ven­tio­nel­len Beton­aus­füh­rung Zeit, Geld sowie Res­sour­cen spart und von der Pro­duk­ti­on bis hin zum gesam­ten Lebens­zy­klus der Immo­bi­li­en beson­ders nach­hal­tig ist.“

Rund 80 Pro­zent weni­ger CO2

Im zwei­ten Modul des Sie­mens Cam­pus kön­nen durch die inno­va­ti­ve Bau­wei­se im Ver­gleich zum kon­ven­tio­nel­len Beton­bau rund 80 Pro­zent CO2 ver­mie­den und zwei Drit­tel des Beton­an­teils gespart wer­den. Dabei haben Holz­hy­brid-Gebäu­de einem her­kömm­li­chen Gebäu­de ähn­li­che Lebens­dau­er. Die hohe Recy­cling- und Wie­der­ver­wen­dungs­quo­te erlaubt sogar meh­re Gebäu­de­zy­klen. Gleich­zei­tig kön­nen die Flä­chen der Gebäu­de nach Fer­tig­stel­lung beson­ders fle­xi­bel umge­stal­tet und an sich ändern­de Anfor­de­run­gen der Nut­zer ange­passt wer­den.

Dar­über hin­aus wird die Kom­ple­xi­tät der Haus­tech­nik redu­ziert. Dadurch sin­ken der War­tungs­auf­wand und damit auch die Kos­ten im lau­fen­den Betrieb, die durch den digi­ta­len Zwil­ling wei­ter redu­ziert wer­den kön­nen.

Das neue Gesicht von Sie­mens

Als Höhe­punkt wird auch das neue zen­tra­le Sie­mens-Emp­fangs­ge­bäu­de auf dem Cam­pus in Holz­hy­brid-Bau­wei­se erstellt. Als neu­es Gesicht von Sie­mens in Erlan­gen wird es die zeit­ge­mä­ße Archi­tek­tur der ande­ren Cam­pus-Gebäu­de auf­grei­fen, mit sei­ner über zwei Eta­gen ver­glas­ten Ein­gangs­hal­le aber leicht über die­se hin­aus­ra­gen.
Somit beweist sich der Cam­pus ein­mal mehr schon heu­te als Impuls­ge­ber für die Metro­pol­re­gi­on und steht mit sei­nen moder­nen Arbeits­wel­ten und sei­nem inspi­rie­ren­den Umfeld für die hohen Maß­stä­be, mit denen Sie­mens auch in Zukunft sei­ne Mit­ar­bei­ter zu wei­te­ren Inno­va­tio­nen inspi­rie­ren will.

Foto­credit: Sie­mens Real Esta­te