Ein Urteil des Land­ge­richts Ber­lin zieht laut Deut­scher Woh­nen die Ver­läss­lich­keit des Miet­spie­gels in Zwei­fel. Das Woh­nungs­un­ter­neh­men woll­te eine Miet­erhö­hung inner­halb des erlaub­ten Miet­spie­gel-Niveaus durch­set­zen und bekam vor dem Land­ge­richt Recht. Das Gericht begrün­de­te die Ent­schei­dung aber mit Ver­gleichs­mie­ten außer­halb des Miet­spie­gels. Laut Dar­stel­lung der Deut­schen Woh­nen hol­te das Gericht im Rah­men des Ver­fah­rens ein Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten zum Ber­li­ner Miet­spie­gel 2015 ein. „Der gericht­lich bestell­te Sach­ver­stän­di­ge kommt zu dem Ergeb­nis, dass der Miet­spie­gel nicht nach aner­kann­ten wis­sen­schaft­li­chen Grund­sät­zen erstellt wur­de“, so Ber­lins größ­ter Woh­nungs­be­stands­hal­ter, um den in der Haupt­stadt eine Ent­eig­nungs­kam­pa­gne tobt. Das Land­ge­richt Ber­lin betont auf Nach­fra­ge, dass sich das Urteil auf die Miet­erhö­hung in einem ein­zi­gen Fall bezie­he. Der Rich­ter­spruch war bis Redak­ti­ons­schluss nicht zu erhal­ten. Über das Urteil hat­te zuerst der „Tages­spie­gel“ berich­tet.

Ver­öf­fent­licht am 12.04.2019 bei Tho­mas Dai­ly